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Emotionale Intelligenz in der frühen Kindheit

Emotionale Intelligenz in der frühen Kindheit

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Emotionale Intelligenz hat bedeutende Forschung und populäre Aufmerksamkeit für ihre Rolle bei der Vorhersage von Lebensergebnissen angezogen – manchmal stärker als kognitive Intelligenz. Das Verständnis dafür, wie es sich in den frühen Jahren entwickelt, und was seine Entwicklung unterstützt, ist praktisch hilfreich für Eltern und Betreuer.

Healthbooq bietet evidenz-gestützte Anleitung zur emotionalen Entwicklung über die frühen Jahre.

Was emotionale Intelligenz ist

Das Mayer-Salovey-Modell der emotionalen Intelligenz identifiziert vier Kapazitäten:

  1. Emotionen wahrnehmen: Genaues Erkennen emotionaler Ausdrücke in Gesichtern, Stimmen und Körpern
  2. Emotionen nutzen: Emotionale Informationen verwenden, um Denken und Problemlösung zu erleichtern
  3. Emotionen verstehen: Zu wissen, dass Emotionen Ursachen, Folgen und Komplexität haben (dass Stolz Leistung erfordert; dass sich an jemandem, den du liebst, verängstigt zu fühlen, möglich ist)
  4. Emotionen verwalten: Regulierung der eigenen Emotionen und angemessene Beeinflussung der Emotionen anderer

Jede dieser Kapazitäten entwickelt sich durch die frühen Jahre, wobei die Fundamente in der Betreuer-Säuglings-Beziehung und der primären sozialen Umgebung gelegt werden.

Die frühen Fundamente

Emotionen wahrnehmen (0–24 Monate): Entwickelt durch die frühe Erfahrung des Säuglings, Betreuer-Gesichter und Stimmen zu lesen. Mit 12 Monaten können Säuglinge zwischen glücklichen, überraschten und wütenden Gesichtsausdrücken diskriminieren. Mit 24 Monaten ist die Diskriminierung verfeinert und erstreckt sich auf subtilere Zustände.

Emotionen nutzen (12–36 Monate): Die Verwendung von sozialem Referenzieren (Verwendung der emotionalen Reaktion eines Erwachsenen zur Kalibrierung des eigenen Verhaltens in einer mehrdeutigen Situation) ist eine frühe Form der adaptiven Verwendung emotionaler Informationen. Mit 36 Monaten können Kinder ihre Aufmerksamkeit auf das lenken, woran sie interessiert sind, und weg von dem, was distressiv ist.

Emotionen verstehen (24–48 Monate): Vom Ende des zweiten Jahres beginnen Kinder zu verstehen, dass Emotionen Ursachen haben („Sie weint, weil sie gefallen ist"). Mit 3–4 Jahren können sie verstehen, dass Menschen unterschiedlich über das gleiche Ereignis fühlen, und dass Gefühle komplex oder gemischt sein können.

Emotionen verwalten (18 Monate an): Die Selbstregulations-Kapazität entwickelt sich graduell aus den co-regulierten frühen Monaten, wobei aussagekräftige unabhängige Regulations-Kapazität progressiv durch das zweite und dritte Jahr auftaucht.

Was emotionale Intelligenz in den frühen Jahren aufbaut

Betreuer-Emotionalberatung. Wenn Erwachsene Emotionen benennen, ihre Ursachen und Folgen erkunden und reflektierende emotionale Verarbeitung modellieren, entwickeln Kinder raffinierteres emotionales Verständnis.

Emotionale Sprache-Exposition. Konsistente Verwendung von Emotions-Vokabular in alltäglichen Kontexten baut das Emotions-Lexikon, das die Grundlage des emotionalen Verständnisses ist.

Sichere Bindung. Sichere gebundene Kinder zeigen bessere Emotionserkennung, mehr empathische Reaktion und effektivere emotionale Regulierung als unsicher gebundene Gleichaltrige.

Reiche soziale Umgebungen. Peer-Interaktion, besonders in Kontexten, wo emotionale Verhandlung erforderlich ist (Teilen, Abwechslung, Konfliktlösung), bietet essenzielle Übung in sozialen emotionalen Fähigkeiten.

Das Wichtigste auf einen Blick

Emotionale Intelligenz – die Anhäufung von Kapazitäten, die Erkennung, Verständnis, Verwaltung und Verwendung emotionaler Informationen beinhaltet – hat Fundamente, die sich in den ersten Lebensjahren entwickeln. Die Bausteine werden durch alltägliche emotionale Interaktionen mit Betreuern und Gleichaltrigen gelegt. Die frühe Entwicklung der emotionalen Intelligenz sagt eine breite Palette von Ergebnissen in sozialen Beziehungen, akademischem Engagement und Wohlbefinden voraus.