Ein Nabelbruch ist einer der häufigsten Befunde in der neonatalen körperlichen Untersuchung – eine weiche, fleischige Ausstülpung am Nabel, die kaum wahrnehmbar sein kann oder sehr prominent sein kann, besonders wenn das Baby weint. Für die meisten Eltern ist die Schlüsselinformation, die sie benötigen, einfach: die überwiegende Mehrheit der Nabelbrüche schließt sich von selbst, ohne irgendeine Intervention, bis zum Alter von zwei bis drei Jahren.
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Was ein Nabelbruch ist
Während der fetalen Entwicklung entwickeln sich die Eingeweide außerhalb des Bauches und kehren durch die Nabelöffnung zurück; nach der Geburt schließt sich der Nabelring (die Öffnung, durch die die Schnur ging) normalerweise progressiv. Ein Nabelbruch tritt auf, wenn dieser Verschluss unvollständig ist und eine Lücke erhalten bleibt, die es einer kleinen Menge Bauchinhalt (normalerweise eine Falte der Bauchfellauskleidung oder eine kleine Menge Darm) ermöglicht, durch den Ring unter der Haut des Nabels hervorzutreten.
Der Bruch erscheint als eine weiche Ausstülpung am Nabel, die typischerweise deutlicher ist, wenn das Baby weint, presst oder aufrecht sitzt (wenn der intraabdominale Druck erhöht ist) und abnimmt oder verschwindet, wenn das Baby entspannt und liegt. Die Ausstülpung ist weich, leicht reduzierbar (sie kann sanft zurückgedrückt werden) und schmerzlos. Nabelbrüche sind am häufigsten bei Frühgeborenen (der Nabelring hatte weniger Zeit sich vor der Geburt zu schließen) und bei Babys afrikanischer oder karibischer Herkunft, bei denen sie besonders häufig sind.
Natürlicher Verlauf
Die große Mehrheit der Nabelbrüche schließen sich spontan, wenn der Nabelring stärker wird und sich mit dem Alter schließt. Ungefähr achtzig bis neunzig Prozent der Nabelbrüche schließen sich ohne Intervention bis zum Alter von zwei bis drei Jahren. Kleinere Brüche (Ringdurchmesser weniger als ein Zentimeter) schließen sich schneller und zuverlässiger als größere.
Während dieser Wartezeit wird keine Behandlung benötigt. Verschiedene Volksheilmittel – Aufkleben von Münzen oder Geräten am Nabel, Binden des Bauches – werden nicht empfohlen, sind nicht wirksam und können Hautschaden verursachen.
Wenn chirurgische Behandlung berücksichtigt wird
Die chirurgische Reparatur (Umbilicoplastie) wird normalerweise berücksichtigt für Brüche, die sich bis zum Alter von drei bis fünf Jahren nicht geschlossen haben, für sehr große Brüche (Nabelring-Durchmesser größer als zwei Zentimeter im Alter von zwei Jahren) und für Brüche, die Symptome verursachen. Der Eingriff ist ein unkompliziertes ambulantes Verfahren unter Allgemeinanästhesie.
Wann man sofort medizinische Aufmerksamkeit sucht
Obwohl Nabelbrüche allgemein gutartig sind, ist eine Einklemmung – das Einklemmen von Darm im Bruchsack, wobei der Inhalt nicht zurückgedrückt werden kann – eine seltene aber schwerwiegende Komplikation. Zeichen der Einklemmung sind: der Bruch wird plötzlich hart, zart oder nicht reduzierbar (kann nicht zurückgedrückt werden); das Baby zeigt Zeichen bedeutsamer Belastung; Erbrechen; und Bauchausdehnung. Diese Merkmale benötigen sofortige medizinische Bewertung (Notruf 999 oder zum Notaufnahme).
In der Praxis ist eine Einklemmung von Nabelbrüchen bei Säuglingen selten – weit weniger häufig als mit Leistenbrüchen – aber Eltern sollten die Zeichen kennen.
Das Wichtigste auf einen Blick
Ein Nabelbruch – eine weiche Ausstülpung am Nabel, verursacht durch Bauchinhalt, der durch die Lücke drückt, wo die Nabelschnur befestigt war – ist sehr häufig bei Neugeborenen, besonders bei Frühgeborenen und Babys afrikanischer oder karibischer Herkunft. Die überwiegende Mehrheit der Nabelbrüche schließt sich spontan bis zum Alter von zwei bis drei Jahren ohne irgendeine Behandlung. Nabelbrüche sind nicht schmerzhaft und benötigen keine Bindung oder andere Hausmittel. Die chirurgische Reparatur wird bei Brüchen berücksichtigt, die sich bis zum Alter von drei bis fünf Jahren nicht geschlossen haben, sehr groß sind oder Symptome verursachen.